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Der Sohn eines Frankfurtersers Buchhändler und einer Engländerin trat mit 17 Jahren der Marine bei. Zum Ende des Siebenjährigen Krieges (1756 - 1763) quittierte er seinen Dienst bei der englischen Marine. Phillip versuchte sich als Landwirt, was schließlich scheiterte. Von 1774 bis 1778 trat er mit Erlaubnis der englischen Admiralität in den Dienst der portugiesischen Krone. Für die portugiesischen Marine führte er erste Überseedeportationen durch. Bei Beginn des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1775 - 1783) wurde er nach England zurückberufen.
Nach dem Verlust ihrer 13 Kolonien in Nordamerika durch die Unabhängigkeit der USA stellte die Regierung Großbritanniens Überlegungen an, wohin man die vielen Strafgefangenen transportieren könnte. Vorher waren sie nach Amerika verbracht worden. Die Admiralität erinnerte sich an die Forschungsreise James Cooks und wählte Australien als Gefängnisstätte aus. 1786 wurde Phillip mit den Vorbereitungen beauftragt. Im Mai 1787 fuhren elf Schiffe nach Botany Bay, die als Erste Flotte in die Geschichte eingingen. Am 26. Januar 1788 landeten sie in einer Bucht des Port Jackson, an der Stelle, wo sich heute das Sydney Opera House befindet. Phillip benannte diese Bucht nach dem damaligen englischen Innen- und Kolonialminister Thomas Townsend Sydney Cove. Bis 1792 leitete Phillip als Gouverneur die Geschicke der Sträflingskolonie. Nachdem er seinen Posten verlassen hatte, herrschten bis 1810 Anarchie und Chaos.
Während der napoleonischen Kriege, an denen Phillip noch aktiv teilnahm, starb er als Admiral 1814.
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