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1980 wurde durch eine Union der Diözese von Gibraltar und der Jurisdiktion of North and Central Europe (FULHAM) die Diözese von Europa gegründet, die seither für die Gemeinden in Europa außerhalb Großbritanniens und Irlandss zuständig ist. In Deutschland gibt es 33 anglikanische Gemeinden, davon 22 Standortpfarreien. Für Skandinavien und Deutschland zuständig ist der "Venerable" David Ratcliff mit Wohnsitz in Stockholm.
In den USA hat die Episcopal Church USA zahlreiche Gemeinden, die sich in 10 Provinzen aufgliedern, unter der Jurisdiktion des Bischofs der Episkopalkirche. Dieses Arrangement hat sich nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg herausgebildet, als man sich in Amerika von der Anerkennung des jeweiligen britischen Monarchen als weltliches Oberhaupt der Anglikanischen Kirche gelöst hat.
Seit 1999 existiert eine Arbeitsgemeinschaft der Anglikanisch-Episkopalischen Kirchen in Deutschland (CAECG), die gemeinsam ihre Missionstätigkeit in Deutschland koordinieren. Anglikanische Gemeinden existieren z.B. in Berlin, Freiburg, Düsseldorf, Bonn/Köln, Hamburg, Stuttgart und Leipzig. Episkopal-Gemeinden existieren z.B. in Augsburg, Baden-Baden, Frankfurt, Ingolstadt, Karlsruhe, Wiesbaden, München, Nürnberg. Die Verbreitung ist nahe identisch mit der ehemaligen britischen bzw. amerikanischen Besatzungszone in Deutschland.
Die weltweite Anglikanische Kirche befindet sich seit der Bischofsweihe von Gene Robinson am 2. November 2003 in New Hampshire (USA) in einer Krise, die die Kirche zu spalten droht.
Da Gene Robinson sich offen zu seiner Homosexualität bekennent, wird seine Weihe von einem bedeutenden Teil der anglikanischen Geistlichen und Mitglieder -- ganz besonders in den afrikanischen und asiatischen Teilkirchen -- als unvereinbar mit den Prinzipien der Kirche angesehen, während andere Geistliche und Mitglieder diesen Schritt als richtig und konsequent ansehen. Nach dem Vollzug der Bischofsweihe hat sich ein Teil der Kirchengemeinschaft eindeutig distanziert und auch die Kommunionsgemeinschaft gelöst.
Siehe auch: Geschichte der Anglikanischen Kirche
In diesem Provinzbüro werden alle laufenden Angelegenheiten der Kirche bearbeitet. Angefangen von den Finanzen, bis hin zur Klerikerausbildung. An seiner Spitze steht ein/e Generalsekretär/in.
Jeder anglikanischen Kirche steht ein Primas vor. Dieser kann der Bischof eines bestimmten Sitzes sein, so wie für England in Canterbury, ist aber für gewöhnlich nicht daran gebunden. Der Erzbischof ist dann, wie in den meisten Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft, einer der Bischöfe der Provinz, welcher auf der Provinzsynode gewählt wurde und den Titel Primas/Erzbischof von .... (Name der entsprechenden Landeskirche) trägt. In einigen Landeskirchen ist seine Amtszeit beschrängt (z. B. Tansania).
Der Diözesanbischof besitzt eine Kathedrale, an welcher es den Kathedralklerus gibt. Diese unterstehen dem Dean (Dekan) oder Provost (Propst) und unterteilen sich in Residenzkanoniker, Honorarkanoniker (Praebendare) und Niedere Kanoniker.
Der Diözesanklerus besteht aus Pfarrern, Hilfspfarrern und Vikaren. Mehrere Pfarrkirchen sind in Dekanaten zusammengefasst, so wie dies auch in der Katholischen Kirche der Fall ist. Besonders große Diözesen sind zudem noch in Archidiakonate unterteilt. Ihre Leiter nennen sich Archdiacon (Erzdiakon) und sind oftmals mit den Suffraganbischöfen identisch. Diese Archidiakonate entsprechen den Regionen in großen Katholischen Diözesen.
Es ist unverkennbar, dass die Anglikanische Kirche bis heute die Strukturen der Katholischen Kirche beibehalten hat, aus welcher sie hervor gegangen ist.
Um in die Reihen des Klerus der Anglikanischen Kirche aufgenommen zu werden, bewirbt man sich beim Bischof einer Diözese. Dieser wird diese Bewerbung an ein Nationales Kirchenministerium weiterleiten, welches den Bewerber auf seine Eignung im Geistlichen, Geistigen, Gesundheitlichen und Familiären prüft. Ist dies geschehen, so sendet es ein Gutachten an den jeweiligen Bischof, in welchem es den Bewerber empfiehlt, bedingt empfiehlt oder ablehnt. Zugleich macht es auch Vorschläge zur Ausbildung, welche von einem normalen Hochschulstudium bis zu regionalen Kursen reichen. Hat der Bewerber die Zustimmung des Bischofs erhalten, so untersteht er fortan einem Diözesandirektor für die Ausbildung, mit welchem er sich in allen Bereichen seines Lebens auseinanderzusetzen hat, da er zum Schluss des Studiums ein Zeugnis zu dessen Eignung abgeben muss. Ist dieses positiv ausgefallen, so steht der Weihe des Bewerbers, oder der Bewerberin, nichts mehr im Wege.
Wie die katholische Kirche, so kennt auch die anglikanische Kirche Männer- und Frauenorden. Diese leben nach den Evangelischen Räten und in Gemeinschaft, sind entweder kontemplativ oder aktiv in Erziehung, oder Pflege tätig. siehe: Anglikanische Orden
Einführung
Weltweit gibt es ca. 75 Millionen anglikanische Christen, davon ca. 42 Millionen in Großbritannien.Die Kirchen der Anglikanischen Gemeinschaft
Die Anglikanische Kirche ist in 38 selbständige Landeskirchen, bzw. Provinzen organisiert, wobei dem Erzbischof von Canterbury ein Ehrenvorrang zukommt.Unabhängige Kirchen anglikanischen Ursprungs
Aufbau einer anglikanischen Kirche(nprovinz)
Eine anglikanische Kirche oder Kirchenprovinz hat an ihrer Spitze für gewöhnlich als höchste gesetzgebende Instanz die Provinzsynode, die sich aus den Bischöfen, Klerusvertretern und Laienvertretern zusammensetzt. Die Synode tagt stets zu bestimmten Zeiten, wird jedoch ständig durch das Provinzbüro aufrecht erhalten.Aufbau einer anglikanischen Diözese
Jede Diözese besitzt einen Bischof, welchem, ist die Diözese von entsprechender Größe, Suffraganbischöfe beigeordnet sind. Diese entsprechen den Katholischen Weihbischöfen, besitzen aber im Gegensatz zu diesen einen eigenen Bezirk innerhalb der Diözese, bleiben aber in jedem Fall dem Diözesanbischof untergeordnet.Der Klerus der anglikanischen Kirche
Wie in der Katholischen Kirche, so besteht der Klerus der Anglikanischen Kirche aus Bischof, Priester und Diakon. Diese können jedoch alle verheiratet sein und seit den späten 1970er Jahren auch weiblichen Geschlechtes, jedoch nicht in allen Kirchen. Die Aufgaben derselben sind die allgemeine Seelsorge und Verwaltung der Sakramente.Liturgie
Die Liturgie der anglikanischen Kirche ist im Book of Common Prayer festgelegt und jener der der Katholischen Kirche sehr ähnlich und weitgehend identisch. So kennt die anglikanische Kirche das Stundengebet, bestehend aus Laudes, Sext, Vesper und Komplet. Wie in der katholischen Kirche, so sind auch hier die Laudes (Morgengebet), die Vesper (Abendgebet) und die Komplet (Nachtgebet) besonders zum Volksgebet geworden und werden feierlich begangen. Noch enger liegen die Liturgien der Eucharistiefeiern zusammen, deren Ablauf fast vollkommen identisch ist.
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